16. März 2025 / Nr. 18
In einem Jugendzentrum in Berlin-Neukölln sind schwerwiegende Vorwürfe bekanntgeworden. Nach bisherigen Berichten soll ein 16-jähriges kurdisch-alevitisches Mädchen dort vergewaltigt und dabei gefilmt sowie anschließend weiteren sexuellen Übergriffen ausgesetzt worden sein.
Obwohl bereits im Sommer 2025 Hinweise auf Übergriffe an die Leitung gemeldet worden waren, soll ein aktives Einschreiten ausgeblieben sein. Das Jugendamt und die zuständige Bezirksstadträtin wurden erst Wochen später informiert, der Jugendhilfeausschuss erst nach Presseberichten. Zur Anzeige kam es Ende Februar 2026, nachdem das Mädchen sich selbst externe Hilfe gesucht hatte. Hausverbote für die mutmaßlichen Täter wurden erst nach einem Medienbericht im März 2026 erteilt. Derzeit ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen acht Jugendliche.
Wir fordern lückenlose und transparente Aufklärung des Vorfalls; die zuständigen Behörden haben wir kontaktiert. Wir werden den Fall weiterhin genau beobachten und über neue Entwicklungen informieren.
Mit freundlichen Grüßen
Informationsstelle Antikurdischer Rassismus – IAKR e.V.
